Programmierer sein

Programmierer sein – Traumberuf oder schnöder Computerjob?

Es gibt viele Dinge, die dafür sprechen, als Spieleprogrammierer zu arbeiten. Wer hat als leidenschaftlicher Gamer nicht schon einmal davon geträumt, die Spielfiguren nach seinen eigenen Vorstellungen und Wünschen formen zu können oder gar eine ganz eigene Spielewelt zu erschaffen?

Doch ist das Spieleprogrammieren wirklich so einfach? Und ist das wirklich das, was man als professioneller Spieleprogrammierer macht?

Was spricht dafür? Und was womöglich dagegen? Als Profi gebe ich euch die wichtigsten Insider-Tipps, wie ihr, wenn das wirklich euer Berufswunsch ist, zum Spieleprogrammierer werden könnt, was ihr beachten solltet, was möglich ist, und was ihr lieber ins Reich der Märchen verbannen solltet, und worauf ihr euch als Profis einstellen müsst.

Das Spieleprogrammieren erfordert interdisziplinäre Kenntnisse und Talente

1024px-Coding_Shots_Annual_Plan_high_res-5Das Studienangebot für Spieleprogrammierer ist in Deutschland sehr spärlich. Nur an wenigen Hochschulen und Universitäten kann man den Beruf überhaupt erlernen. Dies ist zum Beispiel in Trier, München und an der Gaming Academy möglich.

Die meisten Studiengänge beschränken sich allerdings auf das Computer Programming, d.h. die technische bzw. technologische Ausbildung. Die anderen Disziplinen (Digital Art, also Spielegestaltung, Game Design und Game Production) muss man mehr oder weniger autodidaktisch lernen. Nur an der Game Academy kann man das Game Design mit einem der anderen Studiengänge kombinieren. Eine Ausbildung dort kostet aber mehrere hundert Euro im Monat.

Außerdem ist es wichtig, vorab Kenntnisse in verschiedenen Disziplinen mitzubringen, allen voran in technischer und praktischer Informatik, Mathematik mitbringen. Um die anderen Disziplinen zu erlernen, müssen auch Kenntnisse in Betriebswirtschaft, Kunst und sogar Psychologie erworben werden, was sehr viel Eigenaufwand und mitunter jahreslanges Eigenstudium bedeutet. Zu glauben, es reiche, Informatik studiert zu haben, ist naiv, denn so vielfältig wie die Spiele am Ende werden sollen, so viele Kenntnisse müssen auch hineingesteckt werden.